Elektrizität – Energie der Zukunft
Posted by Energiesparlampe on Jul 1, 2010
Wie sieht die Welt in 50 oder 100 Jahren aus? Mit dieser Frage haben sich lange Zeit Schriftsteller und Visionäre beschäftigt. Mittlerweile drängt sich diese Frage aber auch bei vielen Verbrauchern in den Vordergrund. Einer der Gründe – die stetig wachsende Energieproblematik. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft wagt in einer Studie jetzt den Ausblick auf die Zukunft. Und macht Elektrizität zur wichtigen Komponente für ein Energiesystem, das auf Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit setzt. Bislang liegt der Anteil elektrischer Energie zwischen Oder und Rhein bei 22 Prozent – und macht damit etwas mehr als ein Viertel aus.
In zehn Jahren sehen Wissenschaftler den Anteil der Elektrizität bei bereits einem Drittel. Und rufen zur Nutzung von Einsparpotenzialen auf. Mit dem Einsatz von Energiesparlampen ist es an dieser Stelle nicht getan. Vielmehr müssen Industrie und Verbraucher über energieschonende Geräte an einem Strang ziehen. Die Studie fordert aber nicht nur zum Energiesparen auf. Sie legt auch offen, an welcher Stelle Politik und Energiewirtschaft offen Nachteile in Kauf nehmen, um die eigenen Interessen zu schützen. Wie etwa im Fall der Kernenergie. Hier schiebt die DPG-Studie der Politik die Verantwortung zu.
Und definiert das Festhalten an der Atomkraft als politische Entscheidung. Welche Energiequelle ist aber für die Zukunft die Alternative mit den besten Potenzialen? Als Stein der Weisen kommt in den Augen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft keine der erneuerbaren Energie in Frage. Photovoltaik, Wasserkraft und Windkraft haben Vor- und Nachteile. Die Nutzung der Sonnenenergie scheint in den Augen der Wissenschaftler am weitesten von der Wettbewerbsfähigkeit entfernt. Windräder sind stark witterungsabhängig und ohne entsprechende Reservesysteme kaum umzusetzen – obwohl der Beitrag der Windkraft unter den erneuerbaren Energien noch am größten ist. Und die Wasserkraft scheint in den meisten Gebieten nicht machbar.
Unterm Strich hat die Studie eine eindeutige Message: In Deutschland ist keine der bisherigen erneuerbaren Energien soweit, dass sie die Versorgung allein übernehmen kann. Gleichzeitig werden sich alle Beteiligten auf einen Weg einigen müssen, um den gesteckten Zielen gerecht werden zu können. Eine Umkehr, hin zu einem früheren Stadium in der Energiepolitik, wird es mit Sicherheit nicht geben.